Luftemissionen aus der Landwirtschaft

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Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion
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Luftemissionen aus der Landwirtschaft

Aus der Landwirtschaft gelangt Ammoniak in die Atmosphäre. Ammoniak trägt auch zur Überdüngung und Versauerung der Böden bei. Emissionsarme Stallbauten und ein sorgfältiger Umgang mit Gülle können die Emissionen reduzieren.

Ammoniak

Mit einem Anteil von 90 Prozent ist die Landwirtschaft und insbesondere die Tierhaltung in der Schweiz die grösste Quelle von Ammoniak in der Luft. Stickstoffhaltige Luftschadstoffe wie Ammoniak führen zur Versauerung und Überdüngung der Böden und machen Bäume empfindlicher gegenüber Trockenheit, Parasitenbefall und Windwurf. Andere empfindliche Ökosysteme wie Hochmoore und Magerwiesen werden durch Stickstoffüberschüsse ebenfalls beeinträchtigt. Zudem trägt gasförmiges Ammoniak zur Feinstaubbelastung der Luft bei.

Der kantonale Massnahmenplan zur Luftreinhaltung 2015/2030 legt fest, dass Landwirte und Landwirtinnen die diffusen Ammoniak-Emissionen aus der Tierhaltung reduzieren müssen. Ziel ist, die Belastung der Ökosysteme mit Stickstoff zu vermindern und die menschliche Gesundheit zu schützen.

Geruchsemission

Gerüche gelten als übermässige Immissionen, wenn sie einen wesentlichen Teil der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich stören. Die Luftreinhalte-Verordnung (LRV) verlangt deshalb Mindestabstände von Tierhaltungen zu Wohngebieten. Weitere Möglichkeiten, um Gerüche zu reduzieren sind:

  • Regelmässiges Reinigen der Tierhaltungsanlagen
  • Abluft reinigen (Biowäsche, Biofilter)
  • Behandeln des Flüssigmists (Belüftung, Biogasanlage)

Luftschadstoffe aus Biogasanlagen

Biomasse besteht aus Neben- und Abfallprodukten aus der Lebensmittelindustrie und der Landwirtschaft. Die Vergärung von Biomasse leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Biogas ist CO2-neutral und kann als Wärme, Treibstoff oder zur Stromerzeugung genutzt werden.

Wer eine Biogasanlage betreibt, muss das feste oder flüssige Substrat, das bei der Vergärung entsteht, in geschlossenen Lagern aufbewahren, da es eine hohe Ammoniumkonzentration aufweist. Je nach eingesetzter Biomasse kann das Substrat als Dünger in der Landwirtschaft einsetzt werden. Bringen Sie den Dünger mit emissionsarmen Methoden aus, damit dieser nicht mit Ammoniakemissionen die Umwelt belastet. Neue Lagerbehälter für flüssige Hofdünger sollten Sie abdecken.

Mehr zur Wartung von Biogasanlagen

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