Der Klimaschutzartikel in der Kantonsverfassung verpflichtet den Kanton Bern, bis 2050 klimaneutral zu werden. Dieses Ziel erreicht der Kanton durch verschiedene Massnahmen, die von der Förderung erneuerbarer Energien und der Steigerung der Energieeffizienz über eine nachhaltige Mobilität bis hin zum Schutz natürlicher Lebensräume reichen.

Übergreifende Strategien des Kantons Bern
Der Kanton Bern verfolgt eine Reihe übergreifender Strategien, die auf eine nachhaltige Entwicklung und die Erreichung der Klimaziele ausgerichtet sind. Nach Verfassungsannahme des Klimaschutzartikels hat der Grosse Rat den Regierungsrat beauftragt, eine Strategie und einen Aktionsplan zu entwickeln. Diese sind aktuell in Erarbeitung.
Weitere zentrale Strategien, die zur Erreichung der Klimaziele und einer nachhaltigen Entwicklung beitragen, sind unter anderem:
Entwicklung Gesamtemissionen
Der Kanton Bern erhebt seit 2020 jährlich die Treibhausgasbilanz und zeigt auf, wo Emissionen entstehen.
Die Abbildung oben zeigt die Entwicklung der Emissionen des Kantons Bern von 1990 bis 2020 inklusive des Absenkpfades zu Netto-Null 2050. Die Emissionen vor 2020 wurden aus den Sektoren des Bundes anteilsmässig auf den Kanton Bern berechnet. Die roten Punkte für 2020, 2022 und 2024 entstammen der kantonalen Treibhausgasbilanz aus der Energie- und Klimadatenplattform.
Die Energie- und Klimadatenplattform stellt detaillierte Daten, Grafiken und Analysen zur Verfügung.
Internationaler und nationaler Rahmen
Mit dem Übereinkommen von Paris verpflichten sich die Staaten, die Erderwärmung deutlich unter 2 °C, möglichst bei 1,5 °C, zu halten. Die Schweiz hat das Abkommen 2017 ratifiziert. Sie verpflichtet sich, die Emissionen bis 2035 um 65 % zu reduzieren und bis 2050 klimaneutral zu werden (gemäss CO₂- und Klimaschutzgesetz).
Der Handlungsbedarf ist gross. So zeigen die seit 1864 staatlich gemessen Tagestemperaturen einen durchschnittliche Jahrestemperatur-Erhöhung von +2.9°C seit dem Messbeginn (Stand 2025).
Die Konsequenzen daraus sind schon jetzt beachtlich und werden weiter zunehmen: Gletscherverlust, Dürren, Wetterextreme wie Stürme und Starkregen usw.