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Moore

Moore speichern Kohlenstoff, regulieren den Wasserhaushalt und bieten Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere. Trotz schweizweit strengem Schutz sind viele der noch vorhandenen Moore durch frühere Nutzungen wie Entwässerung oder Torfabbau stark beeinträchtigt. Im Kanton Bern gibt es nur noch wenige Moore. Damit diese wertvollen Lebensräume langfristig erhalten bleiben, setzt der Kanton auf gezielte Regeneration.

© Simone Frei (Naturplan AG)

Moore sind feuchte und nährstoffarme Lebensräume mit einer hochspezialisierten Flora und Fauna. Es lassen sich grob zwei Typen von Mooren unterscheiden: Hoch- und Flachmoore.

Deshalb sind Moore wichtig

  • Moore spielen im Wasserhaushalt eine wichtige Rolle: Sie dämpfen Starkniederschläge, indem das Wasser weniger schnell abfliesst. So gibt es weniger Überschwemmungen und weniger Erosion. Ist es heiss und trocken, wirken Moore kühlend.
  • Intakte Moore speichern grosse Mengen Kohlenstoff und schützen so das Klima. Entwässerte Moorböden hingegen setzen grosse Mengen Treibhausgase frei.
  • Moore sind einzigartige Ökosysteme mit hochspezialisierten Tier- und Pflanzenarten. Viele von ihnen kommen nur in Mooren vor.

Was macht der Kanton Bern?

Im Kanton Bern gibt es nur noch wenige Moore. Viele Moore wurden in den letzten Jahrhunderten zerstört, weil Torf als Brennstoff oder für Gartenerde abgebaut und für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung trockengelegt wurden. Dadurch sind in der Schweiz bis zu 90 Prozent der einstigen Fläche an Hoch- und Flachmooren verschwunden. Mit dem Ja zur Rothenthurm-Initiative stehen Moore seit 1987 unter strengem Schutz und werden in Inventaren geführt.

Konkrete Aufgaben des Kantons

  • Er verwaltet und aktualisiert die Inventare für Hoch- und Flachmoore von nationaler und regionaler Bedeutung. Weitere Informationen: Inventare
  • Er verbessert den Zustand der Moore, wenn der Wasserhaushalt gestört ist (siehe Moorregeneration).
  • Er übernimmt Pflege und Unterhalt von Mooren in Naturschutzgebieten.
  • Er regelt die Nutzung von Flachmooren gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten über Naturschutzverträge.
  • Er legt passende Pufferzonen fest, die schädliche Nährstoffeinträge verhindern, Tiere und Pflanzen vor Störungen schützen und die Wasserversorgung sichern sollen (siehe moorhydrologischer Hinweisperimeter).

Sind Sie im Moorschutz aktiv und würden gerne eine Moorfläche regenerieren?

In dieser Arbeitshilfe finden Sie nützliche Hinweise, wie Sie geeignete Moorflächen erkennen und eine Moorregeneration planen können. Die Arbeitshilfe richtet sich an Gemeinden, Regionen, Naturschutzorganisationen und Naturpärke.

Weitere Informationen: Arbeitshilfe Moorregeneration

Weitere Informationen

  • Merkblatt zum Unterhalt, zur Neuerstellung, Erweiterung und Schliessung von Gräben in Flachmooren von nationaler und regionaler Bedeutung

  • Moorlandschaften, Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern

  • Moore, Bundesamt für Umwelt BAFU

  • Wyss Academy for Nature

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