Damit Ihr Wald auch für kommende Generationen gesund und widerstandsfähig bleibt, unterstützt Sie der Kanton Bern seit dem 1. Januar 2026 mit dem neuen Förderprogramm «Jungwaldpflege+».

In der Jungwuchsphase können Sie als Waldbesitzerin oder Waldbesitzer die Entwicklung Ihres Waldes aktiv lenken. Mit gezielten Massnahmen helfen Sie Ihrem Wald, sich an die zukünftigen klimatischen Bedingungen anzupassen. Mit dem Förderprogramm «Jungwaldpflege+» unterstützt Sie der Kanton Bern dabei. Erhalten Sie den Wert Ihres Waldes, damit die verschiedenen Waldleistungen auch zukünftig bereitgestellt werden können.
Gestaltungsspielraum und Entscheidungsfreiheit
Das Programm «Jungwaldpflege+» lässt Ihnen viel Spielraum. Sie entscheiden, wann und wie Sie eingreifen möchten. Förderfähig sind Flächen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, von neu entstehenden Jungwäldern bis hin zu Beständen im schwachen Stangenholz (<BHD 20cm). Sie bekommen Unterstützung, wenn Sie Naturverjüngung erhalten und fördern, standortgerechte Baumarten einbringen oder die bereits vorhandene Verjüngung pflegen. Wer seltene Baumarten fördern möchte oder die jungen Bäume vor starkem Wildtiereinfluss schützen muss, kann ausserdem die entsprechende Zusatzoption wählen.
Finanzielle Unterstützung für erzielte Wirkung
Der Kanton bezahlt Ihnen Pauschalen für einen Zeitraum von fünf Jahren. Hierbei steht nicht mehr die einzelne Massnahme im Vordergrund, sondern die erwünschte Wirkung. Die finanzielle Unterstützung über Pauschalen, für sogenannte Massnahmengruppen, belohnt somit effiziente und zielgerichtete Lösungen und lässt Ihnen bei der Verfolgung Ihrer Zielsetzung viel Handlungsfreiheit. Über das Förderprogramm können Sie über mehrere Etappen einen Beitrag von bis zu 13 000 Franken erhalten. Eine erste Tranche wird ausbezahlt, sobald flächendeckend die erste Massnahme einer Massnahmengruppe umgesetzt ist.
Zeigen Sie, was in Ihrem Wald passiert
Zudem unterstützen wir Sie bei der Kommunikation zu der Fläche mit einer Infotafel, die Sie in Ihrem Wald aufstellen können. So können Sie transparent und adressatengerecht kommunizieren und gleichzeitig die Waldbesucher/innen für die klimabedingten Herausforderungen im Wald sensibilisieren. Sprechen Sie diesbezüglich gerne mit Ihrer Forstfachperson.
So gehen Sie vor
Schritt1
Ist Ihr Waldstück grundsätzlich für das Förderprogramm «Jungwaldpflege+» geeignet?
Ob Ihr Waldstück geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Erste Hinweise geben Ihnen die Antworten auf diese Fragen:
- Möchten Sie in Ihrem Wald Holz ernten oder gibt es bereits Schäden, z.B. durch Trockenheit oder Borkenkäfer?
- Möchten Sie Ihre Waldparzelle neu begründen oder die bestehende Verjüngung auf die zukünftigen klimatischen Bedingungen ausrichten?
- Sind Sie bereit, Ihren Wald aktiv zu bewirtschaften und langfristig in seine Entwicklung zu investieren?
Konnten Sie die Mehrheit der Fragen mit «Ja» beantworten, stehen die Chancen gut, dass sich Ihre Fläche für das Förderprogramm eignet. Sie können mit Schritt 2 weiterfahren.
Schritt2
Suchen Sie sich eine Forstfachperson, die Sie bei der Ausarbeitung des Fördergesuchs unterstützt und die Details mit Ihnen klärt. Mit der Forstfachperson werden Sie auch entscheiden, welche Massnahmen Sie in Ihrem Wald umsetzen werden.
Hier finden Sie die Liste möglicher Kontaktpersonen; Sie bestimmen, mit wem Sie zusammenarbeiten möchten: Liste Forstfachpersonen
Schritt3
Setzen Sie sich vor dem Gespräch oder zusammen mit der Forstfachperson vertiefter mit Ihrem Wald und Ihrer Zielsetzung auseinander:
- Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrem Wald?
- Welches Produkt wollen Sie anbieten oder welche Leistung wollen Sie mit Ihrem Wald erbringen?
- Gibt es Vorgaben oder Vorstellungen für die Planung, wie z. B. eine gewisse Baumart, welche Sie auf der Fläche haben wollen?
- Massnahmen im Wald kosten Geld. Überlegen Sie sich, welche Kosten für Sie tragbar sind (Kostendach).