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Ökologische Infrastruktur im Kanton Bern

Der Kanton Bern hat die Fachplanung Ökologische Infrastruktur erarbeitet. Sie zeigt auf, welche Flächen wichtig sind für die Natur und umfasst Feucht-, Mosaik- und Trockenlebensräume sowie Landschaftsverbindungen. Wichtige Ergänzungen sind in Bearbeitung, so die alpinen Lebensräume, die Gewässer und das Siedlungsgebiet.

Fachplanung

Die Fachplanung Ökologische Infrastruktur (ÖIBE) zeigt, welche Flächen wichtig für Naturschutz und ökologische Vernetzung sind. Sie ist eine weder behörden- noch grundeigentümerverbindliche Grundlage für die Richt- und Nutzungsplanung sowie für Bauprojekte.

Im Rahmen der Fachplanung resultieren folgende Produkte:

Folgende weitere Teilebenen sind zurzeit in Bearbeitung: alpine Lebensräume, Gewässer und Siedlungsgebiet. Die Arbeiten müssen gemäss der laufenden Programmvereinbarung «Naturschutz» zwischen Bund und Kanton bis Ende 2027 abgeschlossen werden. Die ergänzte Fachplanung ÖIBE ist wieder eine wichtige Grundlage für die nächste NFA-Programmperiode.

Landscape Change Explorer

Mit dem Bern Landscape Explorer hat die ETH Zürich im Auftrag des Kantons Bern und der Wyss Academy for Nature modellierte Ansätze zur ökologischen Infrastruktur für den Kanton Bern weiterentwickelt und berücksichtigt dabei die zu erwartenden klimatischen und sozioökonomischen Veränderungen. Diese interaktive Webplattform zeigt auf, wie Lebensräume und ausgewählte Artengruppen auf diese Veränderungen reagieren können (robuste bzw. empfindliche Standorte) und welches Restaurationspotenzial besteht.
Regenerationsmassnahmen sind insbesondere dort sinnvoll, wo Lebensräume langfristig robust bleiben und gleichzeitig ein hohes Restorationspotenzial vorhanden ist.

Diese Karten sind dazu gedacht, übergeordnete räumliche Muster darzustellen, nicht exakte lokale Grenzen. Bitte beachten Sie bei der Nutzung drei Punkte:

  • Interpretieren Sie einzelne Pixel nicht isoliert.
    Obwohl die Karten auf einem 100-Meter-Raster dargestellt werden, sollten einzelne Zellen nicht als exakte lokale Vorhersagen oder parzellenscharfe Grenzen gelesen werden.
  • Verwenden Sie eine Mindestfläche von 1 km².
    Für eine verlässliche Interpretation sollten Flächen von mindestens 1 km² betrachtet werden, das entspricht etwa 100 Zellen. Auf dieser Skala fallen lokale Unregelmässigkeiten weniger ins Gewicht und die robusteren räumlichen Trends werden sichtbar.
  • Verwenden Sie die Werte für Vergleiche, nicht als absolute Bewertungen.
    Indikatoren zu Biodiversität und Ökosystemleistungen wurden auf einen Wertebereich von 0 bis 1 skaliert, damit sie verglichen und kombiniert werden können. Ein Wert wie 0.7 stellt daher keinen objektiven ökologischen Schwellenwert dar, sondern dient dem Vergleich zwischen verschiedenen Gebieten oder Szenarien desselben Indikators.

Ausblick

Mit dem Vorliegen der aktuellen Version des Fachberichts ÖIBE ist der Auftrag des Regierungsrates gemäss Massnahmenblatt A8 des Sachplans Biodiversität erfüllt. Dieses muss nun überarbeitet werden. Dies erfolgt im Rahmen der aktuellen Revision des Sachplans Biodiversität

Bis 2040 wird die Ökologische Infrastruktur aufgebaut sein. Folgende weitere Teilebenen sind zurzeit in Bearbeitung: alpine Lebensräume, Gewässer und Siedlungsgebiet. Die Arbeiten müssen gemäss der laufenden Programmvereinbarung «Naturschutz» zwischen Bund und Kanton bis Ende 2027 abgeschlossen werden. Die ergänzte Fachplanung ÖIBE ist wieder eine wichtige Grundlage für die nächste NFA-Programmperiode.

Das Jahr 2040 bildet aber für das Thema keinen Abschluss. Die Bedürfnisse der Arten können sich verändern, zum Beispiel aufgrund des Klimawandels. Entsprechend werden sich auch die Ansprüche an eine ökologische Infrastruktur verändern. Die ÖI versteht sich deshalb als Prozess, der periodisch weiterentwickelt werden muss. 

Weitere Informationen

  • Ökologische Infrastruktur Geoportal

  • Fachplanung der Ökologischen Infrastruktur Kanton Bern: Begleitbericht

  • Ökologische Infrastruktur: Arbeitshilfe für die kantonale Planung, Bundesamt für Umwelt

  • Methodenbericht Ökologische Infrastruktur für den Kanton Bern

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