Es gibt Schädlinge und Krankheiten, die besonders grosse Schäden anrichten können und die deswegen bekämpft werden müssen. Für diese besonders gefährlichen Schadorganismen, sogenannte Quarantäne-Organismen, besteht eine Meldepflicht.
Aktuelles
Im Kanton Solothurn wurden Ende August 2024 wenige einzelne Japankäfer-Individuen und am 16. Juli 2025 erneut einzelne Japankäfer in einer Falle in der Nähe der Autobahnraststätte Gunzgen Süd gefunden. Die beteiligten Fachstellen der Kantone Solothurn, Aargau, Basel-Landschaft und Bern gehen davon aus, dass sich eine kleine Population etablieren konnte. Die betroffenen Kantone haben gemeinsam mit dem eidgenössischen Pflanzenschutzdienst (EPSD) um die Fundstelle 2025 einen Befallsherd und eine Pufferzone ausgeschieden. Die Pufferzone tangiert den Kanton Bern in Teilen der Gemeinde Wynau.
Folgende Schadorganismen müssen Sie der Fachstelle Pflanzenschutz des Kantons Bern melden (Stand April 2021):
- Ambrosia
- Japankäfer
- Asiatischer Laubholzbockkäfer
- Maiswurzelbohrer
- Goldgelbe Vergilbung der Rebe
Informationen zu diesen und weiteren Schadenorganismen finden Sie bei Agroscope und beim Bundesamt für Landwirtschaft:
Besonders gefährliche Schadorganismen melden
Sie haben den Verdacht, dass Sie einen besonders gefährlichen Schadorganismus gefunden haben? Die Fachstelle Pflanzenschutz des Kantons Bern nimmt gerne Ihre Meldung entgegen. Füllen Sie dazu das Online-Formular aus.
Maiswurzelbohrer
Aktuelles
Vorinformation: Im Kanton Bern stehen dieses Jahr 26 Maiswurzelbohrer-Fallen. Bereits im Juli 2025 wurden bei 22 von 26 Fallen adulte Maiswurzelbohrer gefangen, verteilt über alle Maisanbaugebiete. Aufgrund der bisherigen Fänge ist davon auszugehen, dass 2026 im ganzen Kanton Bern Fruchtfolgeeinschränkungen gelten werden. Der Anbau von Mais im Jahr 2026 auf derselben Parzelle, Fläche oder Teilfläche, auf welcher bereits 2025 Mais stand, ist voraussichtlich verboten.
Weitere Informationen
Japankäfer
Der Japankäfer wurde in der Schweiz erstmals 2017 im Kanton Tessin gesichtet und hat sich inzwischen weiterverbreitet. Sowohl die erwachsenen Käfer als auch die Engerlinge gefährden unsere Landwirtschaft. Als Engerlinge fressen sie vorzugsweise die Wurzeln von Gräsern und verursachen Schäden an Wiesen und Weiden. Die erwachsenen Käfer befallen wichtige Nutzpflanzen wie Weinreben, Beeren, Steinobst und Mais.
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