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Wildtiere in der Stadt

Begegnungen mit Wildtieren gehören zu unserem Alltag – auch in Siedlungsnähe. Ob im Garten, auf dem Dachboden oder in der Dämmerung am Waldrand: Füchse, Rehe, Marder, Fledermäuse oder Vögel sind faszinierende Tiere, können aber auch Fragen oder Unsicherheit auslösen. Hier finden Sie Informationen zum Umgang mit diesen Tieren.

Viele einheimische Wildtiere stehen unter Schutz – darunter Fledermäuse, Vögel oder auch der Amphibien- und Reptilienarten. Sie dürfen weder gefangen noch getötet werden. Auch ihre Nester oder Unterschlüpfe sind oft geschützt. Wer Wildtiere umsichtig beobachtet und Konflikte früh erkennt, hilft mit, ein respektvolles Miteinander zwischen Mensch und Natur zu ermöglichen.

Füchse im Wohngebiet

Füchse sind anpassungsfähig und kommen auch in Dörfer und Städte. Die Tiere haben sich auf das Leben in bebauten Gebieten spezialisiert, finden dort ausreichend Nahrung und Deckung. Sie sind meist scheu, können sich aber an menschliche Nähe gewöhnen, besonders wenn Futterquellen offen zugänglich sind. 

Das können Sie tun:

  • Füchse nicht berühren, da sie oftmals Träger von Krankheiten sind
  • Keine Fütterung (auch keine Essensreste oder Tierfutter draussen stehen lassen)
  • Kehricht erst am Abholtag rausstellen
  • Garagen und Türen schliessen

Hinweis: Tollwut kommt in der Schweiz nicht mehr vor. Gefährlich sind vor allem Fuchsbandwurm und andere Erreger aus Fäkalien.

Rehe im Garten

Rehe suchen in Siedlungsnähe Ruhe, Nahrung oder Deckung – besonders in Randlagen. Junge Rehe können in Gärten auftauchen, manchmal auch mehrere Tage bleiben.

Das können Sie tun:

  • Pflanzen schützen (z. B. mit Gittern oder Duftbarrieren)
  • Hunde anleinen – besonders in der Brut- und Setzzeit (April - Ende Juli)
  • Keine Störung oder Annäherung (auch nicht zum Filmen oder Fotografieren)
  • Keine Fütterung

Steinmarder auf dem Dachboden

Steinmarder sind nachtaktiv, klettern geschickt und fühlen sich in Dachböden wohl. Sie hinterlassen Lärm, Kot und manchmal Schäden an Kabeln oder Dämmung. Auch Autos sind nicht sicher.

Das können Sie tun:

  • Zugangsmöglichkeiten ins Haus verschliessen
  • Keine Futterquellen (z. B. Vogelfutterreste) offenlassen
  • Bei Autoproblemen: Marderabwehr prüfen

Vögel unter Dächern und in Gebäuden

Hausrotschwanz, Meisen oder Spatzen brüten gerne in Nischen und Rollladenkästen. Dabei kann es zu Lärm oder Verschmutzung kommen.

Das können Sie tun:

  • Nester in der Brutzeit (Frühling/Sommer) nicht entfernen
  • Nach der Brut Nischen mit einfachen Mitteln verschliessen
  • Alternativen zum Gebäude anbieten: Nisthilfen im Garten aufhängen

Was tun bei Fragen oder Problemen mit Wildtieren?

Bitte wenden Sie sich an:

Häufige Fragen

Fuchs

Reh

Igel

Verschiedene Tierarten

Weitere Informationen

  • Vogelwarte Sempach

  • SWILD

  • StadtWildTiere

  • Biodiversität im Siedlungsraum, Bundesamt für Umwelt BAFU

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