
Quelle: iStock
Bedeutung für den Kanton Bern
Biomasse ist im Kanton Bern eine wichtige Quelle für erneuerbare Energie. Vor allem Holz und organische Reststoffe werden genutzt, um Wärme zu erzeugen. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen sinkt.
Ein grosser Vorteil von Biomasse ist ihre Vielseitigkeit und Speicherbarkeit. Sie kann nicht nur Wärme und Strom liefern, sondern auch zu Biogas oder flüssigen, erneuerbaren Treibstoffen verarbeitet werden. Besonders wichtig ist das für Bereiche, die schwer vollständig auf Strom umstellen können – etwa die Industrie mit Hochtemperaturprozessen, der Schwerverkehr oder die Luftfahrt. Dort trägt Biomasse dazu bei, klimafreundliche Alternativen zu fossilen Treibstoffen zu schaffen.
Ausbauziele Biomasse
In der Schweiz ist das vorhandene Potenzial (v. a. Holz, Dünger, Klärschlamm) laut nationalen Studien begrenzt und muss effizient genutzt werden. Dazu müssen die Stoffflüsse und Nutzungsketten optimiert werden. Im Vordergrund steht die stoffliche Nutzung, darauf folgen die Wiederverwendung und Recycling, bevor die energetische Nutzung den Abschluss bildet. Letztere erfolgt im Idealfall als Wärmekraftkopplung, das heisst zur gleichzeitigen Produktion von Strom und Wärme. Der Kanton Bern verfolgt in Zusammenarbeit mit der Wyss Academy das Ziel, eine Biomassenstrategie zu erarbeiten und gleichzeitig einen Masterplan Fernwärme zu erstellen. Die Ziele für die Stromproduktion wurden bewusst vorsichtig festgelegt: 200 GWh bis 2035 und 300 GWh bis 2050.