Im Projekt «Vom Bohrstock zur Bewässerungsdüse» wird untersucht, wie Bodeninformationen für eine ressourcenschonende Bewässerung in der Landwirtschaft genutzt werden können. Im Fokus steht die Entwicklung praxisnaher Empfehlungen, um Wasser effizient einzusetzen, Biodiversität zu fördern und organische Böden zu schützen.
Ausgangslage

Wasser ist eine zentrale, jedoch begrenzte Ressource in der Landwirtschaft. Besonders in Trockenphasen genügt der natürliche Niederschlag oft nicht, um einzelne Kulturen ausreichend zu versorgen.
Das Projekt «Vom Bohrstock zur Bewässerungsdüse» zielt darauf ab, die erhobenen Bodeninformationen nutzbar zu machen – als Grundlage für eine standortangepasste, bodenbasierte und bedarfsgerechte Bewässerungspraxis. Viel wo es viel braucht und weniger wo die Böden weniger speichern können; eine Überversorgung mit Wasser ist auf jeden Fall kontraproduktiv .
Was ist geplant?
Im Projektgebiet zwischen Bätterkinden – Fraubrunnen – Utzenstorf wird der Zusammenhang zwischen Boden, Kulturen und Witterung mit moderner Bodenkartierung und Bodenfeuchtemessung wissenschaftlich erhoben. Der gewählte Projektperimeter wurde so gewählt, dass unterschiedliche Böden und Kulturen mit Bewässerungsbedarf untersucht werden können.
Während der Vegetationszeit sollen Bodeninformationen und Sensorendaten (z. B. Tensiometer, TDR-Sonden, Piezometer) helfen, den optimalen Zeitpunkt für die Bewässerung kultur- und teilflächenspezifisch zu bestimmen.
Ziele des Projekts
- Teilflächenspezifische Bewässerung, Saat und Düngung ermöglichen
- Erhaltenswerte Ackerböden, organische Böden und Böden mit einer hohen Lebensraumfunktion orten
Wer ist beteiligt?
- Auftraggeber: Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT) und Wyss Academy for Nature (Hub Bern)
- Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (BFH-HAFL)
- Rund 100 regionale Landwirtschaftsbetriebe
- Fachpersonen aus Boden- und Wasserwirtschaft, Biodiversität und Klima
Die Projektphasen im Überblick
Schritt1
Schritt2
Bodenerhebung: Durchführung von Bohrungen und Profilöffnungen auf ausgewählten Flächen.
Schritt3
Bodenfeuchtemessungen auf den Musterparzellen.
Schritt4
Modellierung: Erstellung von Karten mit bodenrelevanten Kennwerten.
Schritt5
Bereitstellung der Bodeninformationen für teilweise bereits erhältliche Bewässerungsapplikationen sowie weiterer Anwendungen in enger Zusammenarbeit mit interessierten Akteurinnen und Akteuren aus Land- und Forstwirtschaft, Biodiversität und Klimaschutz.
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