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Fernwärme

Bedeutung für den Kanton Bern

Spätestens ab 2050 sollen im Kanton keine fossilen Heizungen mehr betrieben werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Wärmeversorgung konsequent auf erneuerbare Energien umgestellt und die verfügbaren Wärmequellen möglichst umfassend und effizient genutzt werden. Einige erneuerbare Wärmequellen lassen sich nur über Fernwärme erschliessen.

Der Ausbau von Wärmenetzen ermöglicht es, verschiedene erneuerbare Wärmequellen in einer gemeinsamen Infrastruktur zu bündeln und wirtschaftlich zu erschliessen – ein Vorteil, den dezentrale Systeme oft nicht bieten. Fernwärme ist deshalb ein wichtiger Baustein der kantonalen Wärmewende.

Aktueller Stand und Potenzial

Der Gesamtwärmebedarf im Kanton Bern liegt bei rund 13 TWh pro Jahr. Davon werden aktuell rund 10 % durch Fernwärme gedeckt. Eine kantonale Analyse zeigt, dass im Kanton Bern eine Verdreifachung dieses Anteils möglich wäre.

Die Fernwärme im Kanton Bern hat eine längere Tradition: Bereits 1954 nahm die Stadt Bern zusammen mit der KVA Warmbächli ein erstes Netz in Betrieb. Ein deutlicher Ausbau ist seit 1995 zu verzeichnen, der sich in den letzten Jahren beschleunigt hat – insbesondere in Bern, Biel, Thun und Burgdorf, aber zunehmend auch in Agglomerationen und ländlicheren Gebieten.

Masterplan Fernwärme

Um das vorhandene Potenzial auszuschöpfen, erarbeitet der Kanton Bern derzeit einen Masterplan Fernwärme. Dieser zeigt den aktuellen Stand des Ausbaus auf, analysiert die vorhandenen Potenziale und identifiziert die Hemmnisse, die den Ausbau bisher verzögert haben. Darauf aufbauend werden Massnahmen formuliert, mit denen der Kanton gezielt zum Abbau dieser Hemmnisse beitragen kann.

Förderung

Beiträge für Wärmenetze sowie für den Ersatz einer Elektro-, Öl- oder Gasheizung durch einen Wärmenetzanschluss können über das Förderprogramm Energie beantragt werden.

Weitere Informationen

  • Energiestrategie
  • Förderprogramm Energie

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