Härtefallhilfe 4 (Grosse Unternehmen)

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Härtefallhilfe 4 (Grosse Unternehmen)


Unternehmen mit einem Umsatz von über 5 Millionen Franken können ein Gesuch Härtefall 4 einreichen. Sie können eine Umsatzeinbusse von mehr als 40 Prozent in zwölf aufeinanderfolgenden Kalendermonaten oder mindestens 40 Schliessungstage geltend machen.

Folgende Kriterien müssen erfüllt sein

Unternehmen

  • Hauptsitz im Kanton Bern
  • Gründung vor dem 1. Oktober 2020
  • Im Handelsregister eingetragen
  • Massgebender Umsatz mind. 5 Millionen Franken
  • Lohnkosten fallen überwiegend in der Schweiz an

Überlebensfähigkeit

  • Kein Konkursverfahren und nicht in Liquidation
  • Keine Betreibungen für Sozialversicherungsbeiträge per 15. März 2020:
    – oder die vor diesem Datum offenen Sozialversicherungsbeiträge sind zwischenzeitlich bezahlt
    – oder es liegt dafür eine Abzahlungsvereinbarung vor

Unternehmen mit mehreren Betrieben

Führt ein Unternehmen mehrere Sparten (Betriebe), so müssen die von der Umsatzeinbusse bzw. von der Schliessung betroffenen Sparten mehr als 25 Prozent des berechneten Unternehmensumsatzes erwirtschaften. 

Wenn Sie einen Antrag nach Sparten stellen, geben Sie bitte die monatlichen Umsätze der betroffenen Sparte an. Sind mehrere Sparten betroffen, dann addieren Sie bitte die Umsätze.

Massgebender Umsatz

Beachten Sie, dass abhängig vom Gründungsdatum Ihres Unternehmens der massgebende Umsatz unterschiedlich berechnet wird:

Massgebender Umsatz
Unternehmensgründung Massgebender Umsatz Optionale Variante
vor 31. Dez. 2017 durchschnittlicher Umsatz der Jahre 2018 und 2019 --
zwischen  31. Dez. 2017
und 29. Feb.2020
Umsatz ab Datum der Gründung bis  29. Feb. 2020
(berechnet auf 12 Monate)
Umsatz ab Datum der Gründung bis 31. Dez. 2020
(berechnet auf 12 Monate)
zwischen 29. Feb. 2020
und 30. Sept. 2020
Umsatz ab Datum der Gründung bis 31. Dez. 2020
(berechnet auf 12 Monate)
--

Anrechenbare Umsatzeinbussen

  • Die Umsatzeinbusse in einer zusammenhängenden 12-Monatsperiode im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 30. Juni 2021 
  • Weitere ausserhalb der zusammenhägenden 12-Monatsperiode zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2021 angefallene monatlichen Umsatzeinbussen können einzeln angerechnet werden (d.h. diese sind einzeln mit dem Durchschnitt der gleichen Monate der Jahre 2019 und 2018 zu vergleichen)
  • Es können gesamthaft maximal 18 Monate angerechnet werden (d.h. der gesamte Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021)

 

Obergrenzen für Beiträge des Kantons

  1. Grundsätzlich gelten folgende Obergrenzen:
    • maximal 20% des Umsatzes
    • maximal 5 Millionen Franken
    • maximal der Betrag der vom Bund festgelegten Höchstpauschale

  2. Bei einer Umsatzeinbusse von mehr als 70%, gelten folgende Obergrenzen:
    • maximal 30% des Umsatzes
    • maximal 10 Millionen Franken
    • maximal der Betrag der vom Bund festgelegten Höchstpauschale

  3. Wenn Sie ab dem 1. März 2020 zusätzliches liquiditätswirksames Eigenkapital eingebracht haben bzw. bis zur Gesuchseinreichung noch einbringen, erhöht sich die Obergrenze. Die Eigenleistung muss 40% der zusätzlichen staatlichen Hilfe betragen, die 5 Millionen Franken übersteigt. Der Bund erhöht dann den Maximalbetrag also um das 2.5-Fache der Eigenleistung, wobei maximal 30% des massgebenden Umsatzes resp. 10 Millionen Franken die absolute Obergrenze bilden.

    Beispiel:
    Eigenleistung = CHF 0.5 Mio.
    Leistung Bund = CHF 0.5 Mio. x 2.5 = CHF 1.25 Mio. (Erhöhung der Obergrenze)
    Neuer Maximalbetrag = CHF 5 Mio. + CHF 1.25 Mio. = CHF 6.25 Mio.

Berechnungsbeispiel

Grundlegende Berechnung

Die Berechnung basiert auf dem Umsatzverlust in 12 aufeinanderfolgenden Monaten im Verhältnis zum massgebenden Umsatz (durchschnittlicher Umsatz der letzten beiden Geschäftsjahre, die vor dem 1. März 2020 endeten). Dieser Umsatzverlust wird dann mit dem Prozentsatz der Fixkosten im Verhältnis zum massgebenden Umsatz multipliziert.

Hat ein Unternehmen einen massgebenden Umsatz von CHF 10 Mio., einen Umsatzverlust über 12 Monate von CHF 4,8 Mio. (z.B. von März 2020 bis Februar 2021) und effektive jährliche Fixkosten von CHF 1.4 Mio., erhält es eine Sofortunterstützung von CHF 672 000:
CHF 4,8 Mio. (Umsatzverlust über 12 Monate) X 14% (Anteil der Fixkosten) = CHF 672 000
Fixkostenanteil = 1.4 / 10 = 0.14 = 14%

Berechnung mit zusätzlichen Monaten

Der Umsatzausfall für die Monate Januar bis Juni 2021 kann in die Berechnung mit einbezogen werden, sofern diese Monate nicht bereits in der grundlegenden Berechnung berücksichtigt sind.

Wenn dasselbe Unternehmen für die Monate März bis Juni 2021 (Januar und Februar 2021 sind bei diesem Beispiel bereits in der grundlegenden Berechnung berücksichtigt) einen Umsatzverlust von CHF 1 Mio. im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz der Monate März bis Juni 2018-19 geltend macht, erhält es zusätzlich CHF 140 000:
CHF 1 Mio. X 14% (Anteil an den Fixkosten) = CHF 140 000, die zu den CHF 672 000 addiert werden, d.h. ein Gesamtentschädigung von CHF 812 000.

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Beachten Sie bitte, dass nur vollständig eingereichte Gesuche bearbeitet werden.

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Hotline Härtefallhilfe

Tel. +41 31 636 96 00
Kontakt per E-Mail

Montag – Freitag

08:00 – 12:00
13:30 – 17:00

Die Hotline wird ab 28. Juni nur noch am Vormittag weitergeführt.